Alt-Regierungsrat Reuteler versuchte seine Zeit als Regierungsrat des Kantons Schwyz in einem Interview im "Bote der Urschweiz" vom 14. Juli 2012 auf den Punkt zu bringen und sagte: "Ich hatte immer den Durchblick".

Drei Monate vor diesem Interview hatte ich eine weitere Verfügung bekommen, die vom Gesamt-Regierungsrat unterschrieben wurde. In diesem Verfahren ging es um die Kompensation von 52 Besuchstagen, die meiner Tochter und mir von der Kindsmutter aus Rachsucht willkürlich verweigert wurden. Dazu muss man wissen, dass im Zusammenhang mit meinen verschiedenen Verfahren mittlerweile auch ein kinderpsychiatrisches Fachgutachten vorgelegen hat, welches vom gleichen Regierungsrat in Auftrag gegeben wurde. Dieses Gutachten empfiehlt, dass meine Tochter deutlich mehr Zeit als bisher mit mir verbringen sollte.

Trotzdem verweigerte der Regierungsrat meiner Tochter und mir (unter anderem) die Kompensation der erwähnten 52 Tage mit folgender absurden Behauptung: das Nachholen dieser Besuchsrechtstage sei "dem Kindswohl von [Name des Kindes] abträglich" - schliesslich gäbe es ja Meinungsverschiedenheiten zwischen den Eltern. Als ob meine Tochter dies auszubaden hätte.

Erneut durfte ich somit miterleben, wie sich Laienbehörden über Fachmeinungen stellen. Laienbehörden, denen jeder Zugang zu vernünftigem Denken abgeht. Laienbehörden, die auf diese Weise letztlich Kindsmissbrauch betreiben.

Reuteler leitete dabei das Justizdepartement und dort ist auch der Beschwerdedienst angesiedelt. Das Team um Michael Hagenbuch hatte in den letzten Jahren mehrfach gegen das Kindswohl gerichtete Entscheide vorbereitet und tut dies unbeirrt auch heute noch.

Trotzdem geht Regierungsrat Reuteler mit gutem Gefühl in den Ruhestand: "Ich hatte immer den Durchblick". Michael Hagenbuch hat er leider vergessen mitzunehmen. Arme Kinder.